SÄBU Holzbau GmbH
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Einfacher und wirtschaftlicher bauen: SÄBU Holzbau im Austausch mit Stephan Stracke

Biessenhofen – Wie lassen sich Bauvorhaben wirtschaftlicher und schneller realisieren? Darüber diskutierten die Geschäftsführer der SÄBU Holzbau GmbH, Christine Machacek und Bernhard Häring, sowie Gesellschafter Friedrich Nagel mit dem Allgäuer Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke (CSU). Beim Besuch des Unternehmens standen Erfahrungen aus der Baupraxis und Möglichkeiten zur Verbesserung der Rahmenbedingungen im Mittelpunkt.

Vorhandene Spielräume bei der Vergabe stärker nutzen

Ein zentrales Thema war die Vergabe öffentlicher Bauaufträge. Aus Sicht von SÄBU werden bestehende Möglichkeiten gerade von kleineren Kommunen bislang häufig zurückhaltend genutzt. Dazu gehören funktionale Ausschreibungen, die das gewünschte Ergebnis beschreiben und den Unternehmen Spielraum für die konkrete Umsetzung lassen. Auch Nebenangebote und eine frühzeitige Markterkundung können dazu beitragen, Fachwissen und alternative Lösungsvorschläge der Anbieter besser einzubeziehen.

Stracke, der als stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion unter anderem die Bereiche Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen mitverantwortet, unterstrich den Bedarf an Wissenstransfer: „Entscheidend ist, dass die Kommunen wissen, welche Möglichkeiten sie bei der Vergabe haben, und sich auch zutrauen, diese zu nutzen.“ Er regte einen praxisbezogenen Austausch auf Landkreisebene an.

Einfachere Standards und verlässliche Rahmenbedingungen

Weiteres Kostensenkungspotenzial sieht Stracke in einer Überprüfung der Anforderungen an Gebäude. Im Gespräch wurde dazu der Ansatz des Gebäudetyps E erörtert. Einfachere Bauweisen benötigen nach seiner Einschätzung einen verlässlichen rechtlichen Rahmen, damit sie ohne zusätzliche Haftungsrisiken umgesetzt werden können.

SÄBU brachte die Erfahrungen aus dem Holzsystem-, Hybrid- und Holzraummodulbau ein. Ein hoher Vorfertigungsgrad und standardisierte Abläufe ermöglichen kurze Bauzeiten und effiziente Prozesse. Gerade bei Kindertagesstätten, Schulen und Verwaltungsgebäuden bieten modulare und serielle Bauweisen Chancen für eine wirtschaftliche Umsetzung.

Den gesamten Lebenszyklus berücksichtigen

Auch die ökologische Bewertung von Gebäuden war Gegenstand des Austauschs. Die Gesprächspartner betonten die wachsende Bedeutung einer Betrachtung über den gesamten Lebenszyklus. Neben der Herstellung und Nutzung sollten dabei auch Wiederverwendbarkeit und Recyclingfähigkeit der eingesetzten Materialien berücksichtigt werden. Bei der praktischen Umsetzung entsprechender Anforderungen sehen sie weiteren Klärungsbedarf.

Fachkräfte und berufliche Bildung stärken

Zum Abschluss ging es um Mitarbeiterbindung und Nachwuchsgewinnung. SÄBU wird seit 2016 regelmäßig beim Arbeitgeberwettbewerb „Great Place to Work“ ausgezeichnet und zählt zu den 20 familienfreundlichsten Unternehmen Bayerns. Die Gesprächspartner hoben die Bedeutung der dualen Ausbildung für die Fachkräftesicherung hervor. Stracke verwies dabei auf die Stärkung der beruflichen Bildung und die kostenfreie Meisterausbildung in Bayern.

Stephan Stracke tauschte sich beim Werksrundgang in Biessenhofen mit Geschäftsführerin Christine Machacek und Gesellschafter Friedrich Nagel über Wege zu einfacherem und kostengünstigerem Bauen aus. Nicht im Bild: Geschäftsführer Bernhard Häring.
Bildquelle: Abgeordnetenbüro/Andrea Friebel

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