SÄBU Holzbau GmbH
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Münchener Forscher erhalten neues Gentechniklabor

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Laborgebäude für Forschungszentrum wurde in Hybridbauweise errichtet

Das Helmholtz-Zentrum in München ist um einen wichtigen Bereich gewachsen: Seit kurzem bietet der 40 Meter lange Neubau Raum für die Forscher der Gentechnik des Instituts für Strukturbiologie und Medizinische Bildgebung. Trotz einer schwierigen Ausgangssituation und anspruchsvoller Vorschriften für den Laborbau gelang es dem Bauunternehmen Säbu aus Biessenhofen, ein ganz und gar nicht steril wirkendes Labor- und Bürogebäude zu errichten: Die freundliche blaue Fassade mit Sonnenschutz-Balkonen aus Naturholz und terracottafarbenen textilen Ausstellmarkisen hebt sich deutlich ab von dem angrenzenden Altbau, der lediglich mit einer waagrechten, neutral gestalteten Holzfassade verkleidet ist. Bereits nach kurzer Bauzeit konnten die Wissenschaftler ihre Arbeit aufnehmen.

Gerade einmal sieben Monate dauerte es, und das neue Laborgebäude für Strukturbiologie und Medizinische Bildgebung am Münchener Standort von Helmholtz war fertig gestellt. Durch den Neubau auf dem Gelände des Deutschen Forschungszentrums für Gesundheit und Umwelt ist das ursprünglich 40 Meter lange, zweigeschossige Gebäude Nr. 43 nun auf rund 80 Meter Länge gewachsen. Verantwortlich für die Planung, Bauleitung und Ausführung des Laborbaus waren die Architektin Sabina Rigotti vom Münchener Architekturbüro Scholz-Sorger und Friedrich Nagel, Werksleiter des Generalunternehmens Säbu aus Biessenhofen im Allgäu, das neun Jahre zuvor bereits den Vorgängerbau errichtet hatte.

Das Konzept von Säbu ist die Systembauweise: Die einzelnen Elemente eines Gebäudes fertigen die Mitarbeiter im Biessenhofener Werk an, wo sie wetterunabhängig arbeiten können. Dort werden die Wände bereits entsprechend gedämmt und, soweit es technisch möglich ist, die Fassaden auf die geschlossenen Bauteile aufgebracht sowie die Fenster eingesetzt. Erst dann werden die einzelnen Systemelemente verladen und zum Bauplatz geliefert. So konnte durch die vorgefertigten Wand- und Deckenmodule der Hochbau des Labors mit einer Bruttogeschossfläche von 890 Quadratmetern innerhalb von nur vier Tagen vor Ort montiert werden. „Diese Arbeitsweise kam uns aufgrund des engen Zeitrahmens sehr entgegen“, so das Resümee des Bauingenieurs Pieler. „Vor allem mussten wir sicherstellen, dass der laufende Betrieb in den Laboren ohne Einschränkungen sicher weitergeführt werden konnte“, berichtet Christine Machacek, Geschäftsführerin der Firma Säbu. Durch die kurze Montagezeit wurde die Störung der Forschungsarbeiten auf ein Minimum reduziert.

Im Labor gilt Sicherheitsstufe 2 - eine anspruchsvolle Aufgabe für die Bauverantwortlichen

»Eine komplexe und aufwendige technische Gebäudeausstattung musste integriert werden, wie raumlufttechnische Anlagen und solche zur Medienversorgung. Eine weitere Aufgabe war die umfangreiche Ausstattung im Technikbereich, in die 60 Prozent der Gesamtkosten investiert wurden. Darunter zählen eine aufwendige Trassenführung der Kabel und Rohre sowie brandschutztechnische Schotten.«

Gesundheitsgefährdende Substanzen, Viren, Bakterien, Parasiten und sonstige Erreger gehören zum alltäglichen Umgang für die Forscher der Gentechnik. In den Laboren gilt die Sicherheitsstufe 2. Laut Gesetz ist also von einer „Biogefährdung“ und einem „Risiko für die menschliche Gesundheit und die Umwelt“ auszugehen. Daher galt es für die Planer, präzise auf die entsprechenden Arbeitsstätten- und Laborbaurichtlinien zu achten. Eine komplexe und aufwendige technische Gebäudeausstattung musste integriert werden, wie raumlufttechnische Anlagen und solche zur Medienversorgung. Eine weitere Aufgabe war die umfangreiche Ausstattung im Technikbereich, in die 60 Prozent der Gesamtkosten investiert wurden. Darunter zählen eine aufwendige Trassenführung der Kabel und Rohre sowie brandschutztechnische Schotten. Zudem hat das Bauunternehmen großflächig das angrenzende Bestandsgebäude unterfangen, da der Neubau teilweise unterkellert ist.
Die Labore unter Berücksichtigung der Sicherheit für Mitarbeiter und Umwelt einzurichten und dennoch ein freundliches und einladendes Gebäude zu errichten, war eine anspruchsvolle Aufgabe sowohl an die Bauleiterin als auch das Bauunternehmen.

Dem Projektleiter der Neubauabteilung bei Helmholtz, Emmerich Pieler, kam es bei der Ausschreibung auch darauf an, dass die Brandschutzvorschriften gesetzeskonform umgesetzt werden. Dazu gehören etwa die Aufgliederung der Brandschutzabschnitte, Brandmeldeanlagen, die Schottung der Übergänge sowie Sichtfenster mit G30-Qualität in den feuerhemmenden Innentüren. Teilweise müssen ebenso die Außenfenster erhöhte Brandschutzanforderungen erfüllen. „Gefordert wird auch, dass die Bodenbeläge wasserdicht, antistatisch und ableitsicher sind“, erklärt Diplom-Ingenieurin Rigotti. In einigen Räumen wurden Laser- und Kühlzellenarbeitsplätze integriert, alle Labore wurden zusätzlich mit Druckluft- und VE-Wasseranschlüsse ausgestattet.

Der Hybridbau kombiniert das Basismaterial Holz mit Stahl und Beton

»Unsere Wahl zur Ausführung des Projekts fiel auf Säbu, weil die Firma zum einen das preiswerteste Angebot abgab und zum anderen ihr Konzept zu unseren Ansprüchen passt.«

Das Architektenbüro Scholz-Sorger passte bei der Planung den elf Meter breiten Baukörper an die Maße und Dachneigung des Bestandsgebäudes an. Im Obergeschoss befinden sich die Büros und ein mittels Trennwand aufteilbarer Seminarbereich. Die molekularbiologischen Labore und die entsprechenden Nebenräume sind im Erdgeschoss angesiedelt.
Die bereits beim Bestandsgebäude eingesetzten Wände in Holzständerbauweise kamen auch beim neuen Objekt zum Einsatz. „Dennoch sollte sich der Anbau optisch abheben“, sagt die Ingenieurin Rigotti. Während der ältere Teil mit einer neutral beschichteten Holzfassade verkleidet ist, erhielt der neue großformatige Holzfaser-Fassadenplatten in petrolblauer Farbe. Das naturfarbene Holz des Altbaus wird an der Südseite des Neubaus aufgenommen, wo nun ein horizontaler Lattenvorhang in Form von sechs Balkonkonstruktionen als Sonnenschutz dient.

„Unsere Wahl zur Ausführung des Projekts fiel auf Säbu, weil die Firma zum einen das preiswerteste Angebot abgab und zum anderen ihr Konzept zu unseren Ansprüchen passt“, erklärt Pieler. Man entschied sich dafür, das neue Forschungshaus als Hybridbau zu errichten. „Dadurch kombinieren wir die Baustoffe Holz, Stahl und Beton und schaffen so eine effiziente Möglichkeit, die Objekte wirtschaftlich und nachhaltig zu realisieren“, erläutert Machacek. Stahl- und Massivbau setzt das Unternehmen dann ein, wenn bei Projekten hohe Sicherheitsanforderungen an den Brandschutz gestellt werden.

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Foto-Material

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Bild-ID: Eingang
BU: Feuerhemmende Türen, ableitsichere Bodenbeläge: Beim Bau des neuen molekulartechnischen Laborgebäudes auf dem Gelände des Helmholtz-Zentrums München mussten einige Sonderbauvorschriften beachtet werden.
Quelle: Helmholtz-Zentrum München

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Bild-ID: Fassade1
BU: Feuerhemmende Türen, ableitsichere Bodenbeläge: Beim Bau des neuen molekulartechnischen Laborgebäudes auf dem Gelände des Helmholtz-Zentrums München mussten einige Sonderbauvorschriften beachtet werden.
Quelle: Helmholtz-Zentrum München

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Bild-ID: Fassade2
BU: Anders als beim Altbau, der mit farbloser Holzbretterschalung verkleidet wurde, erhielt das neue Gebäude eine petrolblaue Fassade.
Quelle: SÄBU Holzbau GmbH

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Bild-ID: Labor
BU: Im gentechnischen Labor gilt die Sicherheitsstufe 2, was an die Bauverantwortlichen einige Herausforderungen stellte.
Quelle: SÄBU Holzbau GmbH

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Bild-ID: Christine Machacek
BU: SÄBU-Geschäftsführerin Christine Machacek setzt bei ihren Systembauten auf die technisch und kostenoptimierte Hybridbauweise, bei der Holz mit anderen Materialien kombiniert wird.
Quelle: SÄBU Holzbau GmbH

Mehr Info für die Redaktion

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Christine Machacek
Industriegebiet Ebenhofen
Kirnachstr. 9; 87640 Biessenhofen (Allgäu)
Tel.: 08342 9614 0; Fax: 08342 9614 24
E-Mail: info (at) saebu-holzbau.de; Internet: www.saebu-holzbau.de
Abdruck unter Nennung der Quelle honorarfrei, Belegexemplar erbeten.

Rubrik: Presse, Pressemitteilungen | 0 Kommentare

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