Kinderhaus im Baukastenprinzip: Neue Tageseinrichtung für die Kleinsten wurde in Systembauweise erstellt - und war nach fünf Monaten bezugsfertig

kinderhaus-neuried1.jpg

Kurze Wege und kleiner Verbrauch: SÄBU aus Biessenhofen baut energieeffizienten Kindergarten in Neuried

Im bayerischen Neuried geht man in Sachen Kinderbetreuung neue Wege. Weil immer mehr junge Familien in die Gemeinde ziehen, war eine zusätzliche Einrichtung mit Kindergarten und -krippe dringend notwendig geworden. Imke Friedrich, die Architektin der Gemeinde, entwarf ein Kinderhaus ohne Flure, in dem die Räume zwar großzügig bemessen, aber von überall her schnell zu erreichen sind. Die Verantwortlichen hatten strenge Vorgaben zu berücksichtigen, denn das neue Kinderhaus entspricht als öffentliches Gebäude der kürzlich novellierten Energieeinsparverordnung (EnEV 2009). Solarthermische Heizungsanlagen und eine Photovoltaikanlage helfen nun dabei, den Energiebedarf um die geforderten 30 Prozent zu senken.

Von außen sieht das neue Kinderhaus in Neuried aus wie eine knallbunte Kindervilla. Die vordere Fassade ist in fröhlichem Rot und Blau gehalten, der breite Treppenaufgang gleicht, von der Seite betrachtet, einer großen Rutsche. Einladend wirken auch die vielen Ruhebänke und Spielgeräte im Garten, die großzügigen Fenster sowie der 21 Meter lange und 3,50 Meter breite Spielbalkon im ersten Stockwerk des Gebäudes.

Die Architektin Imke Friedrich verfolgte bei dem Haus die Idee, einen großen Gruppenraum als gemeinschaftliches Zentrum zu schaffen, von dem aus alle Nebenräume direkt zu erreichen sind. „Die Erzieherinnen können somit ohne Umwege etwa in den Wickelraum und den Schlafraum für die Krippenkinder gelangen“, so Friedrich. Damit möglichst viele Kinder auch draußen spielen können, befindet sich unter dem breiten Balkon zusätzlich eine Terrasse in der gleichen Größe. So entstehen nicht nur zwei große Spielflächen, der Balkon und der großzügige Dachüberstand bieten darüber hinaus im Sommer genügend Sonnenschutz. „Alles ist auf die praktische Nutzung der Bewohner ausgerichtet“, formuliert es die Architektin. Das neue Gebäude grenzt an ein Neubaugebiet im Osten von Neuried und bietet nun 74 Ganztages- und Kindergartenkindern auf zwei Etagen Platz. 840 Quadratmeter groß ist das neue Haus, das gesamte Grundstück mit dem großen Garten misst 3165 Quadratmeter. Rund 2,5 Millionen Euro hat die Anlage insgesamt gekostet, wobei die Landesregierung die Baumaßnahme mit 660.000 Euro subventionierte.

Die Kombination von Holz mit Stahl und Beton spart Kosten und Energie

»SÄBU hatte einen exakten Bauzeitenplan, der auf den Tag genau ausgearbeitet war. Lediglich fünfeinhalb Monate dauerte es, bis das Kinderhaus bezugsfertig war. Es wäre schön, wenn jedes Bauvorhaben so ablaufen könnte.«

Was man dem auffälligen Bau auf dem ersten Blick nicht ansieht: Er ist in Hybridbauweise errichtet, das Basismaterial Holz wurde mit Beton und Stahl kombiniert. „An die Betondecken beispielsweise konnten wir direkt die Akustikunterdecke befestigen, ohne dass zusätzliche Brand- und Schallschutzmaßnahmen nötig waren“, erklärt Machacek. „Außerdem wird dadurch das Eigenschwingungsverhalten gegenüber einer Holzbalkendecke deutlich reduziert.“ Das Biessenhofener Generalunternehmen SÄBU war eines der wenigen, das die Anforderungen zu dem Bau erfüllte. „SÄBU hatte einen exakten Bauzeitenplan, der auf den Tag genau ausgearbeitet war“, berichtet Architektin Friedrich. Lediglich fünfeinhalb Monate dauerte es, bis das Kinderhaus bezugsfertig war. „Dank der gut organisierten Bauleitung und der zuverlässigen Handwerker konnten wir unser Ziel erreichen“, sagt Friedrich. „Es wäre schön, wenn jedes Bauvorhaben so ablaufen könnte.“

SÄBUs Konzept ist die Systembauweise: Die einzelnen Systemelemente eines Gebäudes fertigen die Mitarbeiter im Biessenhofener Werk an, wo sie wetterunabhängig arbeiten können. Dort werden die Wände bereits entsprechend gedämmt und, soweit es technisch möglich ist, die Fassaden auf die geschlossenen Bauteile aufgebracht sowie die Fenster eingesetzt. Erst dann werden die einzelnen Teile verladen und zum Bauplatz geliefert. Die Montage des Gebäudes vor Ort dauerte dadurch gerade einmal zwei Wochen – was der Vorstellung der Architektin, den Bau möglichst schnell fertig zu stellen, sehr entgegenkam. „Uns kommt es vor allem darauf an, die Wünsche und Pläne der Bauherren und der Architekten zu verwirklichen“, so Machacek.

Überflüssiger Strom aus Photovoltaik und Pelletheizung wird verkauft

»Als öffentlicher Bauherr ist die Gemeinde verpflichtet, nach der neuen EnEV und dem Erneuerbaren Energien Wärmegesetz zu bauen. Weil es besonders nachhaltig, kosteneffizient und energiesparend ist, entspricht das Konzept der Hybridbauweise der EnEV 2009.«

Auch die geplanten Energiesparmaßnahmen konnten aufgrund der speziellen Bauweise umgesetzt werden. „Durch den Holzbau und die starke Dämmung haben wir sehr niedrige Verbrauchswerte erreicht“, so Imke Friedrich. Als öffentlicher Bauherr ist die Gemeinde verpflichtet, nach der neuen EnEV und dem Erneuerbaren Energien Wärmegesetz zu bauen. Weil es besonders nachhaltig, kosteneffizient und energiesparend ist, entspricht das Konzept der Hybridbauweise der EnEV 2009. Diese schreibt vor, den Primärenergiebedarf (Heizung und Warmwasser) um 30 Prozent zum zulässigen Bedarf zu verringern. Auch die Wärmedämmung muss 15 Prozent mehr leisten als bisher. Für das Neurieder Kinderhaus plante Friedrich eine solarthermische Heizungsanlage mit Holzpellets ein. Hinzu kam eine Photovoltaikanlage. „Wir speisen unseren gewonnen Strom in das Netz ein und haben dadurch jeden Monat auch Einnahmen“, sagt Friedrich.

Download Pressemitteilung

Foto-Material

kinderhaus-neuried21.jpg

Bild-ID: Gebäude
BU: Im neuen Kinderhaus Neuried sind alle Räume schnell erreichbar. Ein durchdachtes Energiekonzept verringert den Bedarf für Strom- und Heizkosten.
Quelle: SÄBU Holzbau GmbH

christine-machacek.jpg

Bild-ID: Christine Machacek
BU: SÄBU-Geschäftsführerin Christine Machacek setzt bei ihren Systembauten auf die technisch- und Kosten optimierte Hybridbauweise, bei der Holz mit anderen Materialien kombiniert wird.
Quelle: SÄBU Holzbau GmbH

kinderhaus-neuried22.jpg

Bild-ID: Imke Friedrich
BU: Nur fünfeinhalb Monate hat es gedauert, bis das von Architektin Imke Friedrich geplante Kinderhaus für die kleinen Bewohner bezugsfertig war.
Quelle: Imke Friedrich

Mehr Info für die Redaktion

SÄBU Holzsystembau
Christine Machacek (Geschäftsführerin)
Kirnachstr. 9; 87640 Ebenhofen (Allgäu)
Tel.: 08342 9614 0; Fax: 08342 9614 24
E-Mail: info (at) saebu-holzbau.de; Internet: www.saebu-holzbau.de
Abdruck unter Nennung der Quelle honorarfrei, Belegexemplar erbeten.

Rubrik: Presse, Pressemitteilungen | 0 Kommentare

Weitere Projekte: Pressemitteilungen

Schreiben Sie uns ...

©2001-2017, SÄBU Holzbau GmbH, 87640 Biessenhofen, Kirnachstraße 9, Tel: 0 83 42 - 96 14-0, Fax: 0 83 42 - 96 14-24, Kontakt, Impressum, Sitemap
Ihr Experte für Systembau, Systemgebäude, Fertigbau, Modulbau, Holzfertigbau, Objektbau, Kommunalbau, Kindergartenbau, Hybridbau, Raummodule
Design & Projekt: agentur einfachpersönlich